Ichthyolum (der sulphonierte Kohlenwasserstoff, Ichth.)
auch als Amonium bituminosulfonicum bekannt
Gemüt:
Bei Ichthyolum-PatientInnen sind bisher nur sehr wenige Geistes- und Gemütssymptome bekannt. Die PatientInnen neigen dazu, in der Krankheit sehr vergesslich zu werden. Allgemein können sie sich eher schlecht konzentrieren.
Sie sind meist so genervt von der Krankheit, so dass sie sehr gereizt auf ihre Umwelt reagieren und lieber alleine Trübsal blasen.
Körper:
Als bewährte Indikation kann Ichthyolum bei parasitär bedingten Beschwerden eingesetzt werden.
Die Kopfschmerzen treten vor allem bei warmem Wetter auf und sind von dumpfem Charakter. Ein kalter Waschlappen oder sanftes Massieren der Schläfen lindert den Schmerz.
Alle Schleimhäute können entzündet sein, gerötet und heftig brennen.
Zum Beispiel entzünden sich die Augen sehr schnell bei jedem Temperaturwechsel. Zugluft wird gar nicht vertragen.
Die Nasenschleimhäute sind innerlich ebenfalls entzündet, verstopft und jucken, was immer wieder einen Niesanfall auslöst. Das Sekret, welches dabei herauskommt, ist allerdings von eher mildem Charakter.
Nicht nur die Schleimhäute sind trocken, sondern auch die Haut. Juckreiz und trockene Hautausschläge sind daher typisch.
Ein Brennen und Kratzen wird im Hals empfunden, was meist bis zu den Ohren ausstrahlt und es besteht ein ständiger Räusperdrang.
Ichthyolum-PatientInnen sind sehr hungrig und durstig und sie haben einen sehr unangenehmen Geschmack im Mund. Den Magen betreffende Beschwerden sind meistens Übelkeit mit brennenden Schmerzen in der Magengegend.
Der Stuhl bei Ichthyolum ist meist von weicher Konsistenz. Besonders am Morgen ist der Stuhl sehr dünnflüssig. Dabei leiden die PatientInnen meist unter krampfartigen Schmerzen im Bereich der Nabelgegend.
Menstruationsblutungen gehen fast immer mit Krämpfen und Übelkeit einher und es besteht eine große Anfälligkeit für Blasenentzündungen. Allgemein sind die Nieren ein Schwachpunkt von Ichthyolum-PatientInnen. Im Urin findet man daher häufig eiweißhaltiges Sediment, was auf eine gestörte Filterfunktion der Nieren hinweist.
Der Husten ist ebenfalls trocken und krampfend. Die PatientInnen quälen sich sehr mit den Hustenanfällen.
Bei den Gelenken sind vornehmlich die rechten Gliedmaßen betroffen und es besteht eine große Schwäche bis hin zur Lahmheit des rechten Armes und Beines.
Trockene Hautausschläge wie Akne, schuppende Ekzeme oder Gürtelrose gehen einher mit heftigem Juckreiz. Die Haut ist dabei meist sehr hitzig.
Allgemein:
Sowohl Wärme als auch kühle Anwendungen bei Kopfschmerzen können die Beschwerden lindern ebenso wie Druck. Kalte Luftzüge und zuviel Bewegung, sei es nur eine Augenbewegung, verschlimmern die Beschwerden nur. |