|
|
Aconitum (Blauer Eisenhut, Acon)
als homöopathisches Mittel
Bei Beschwerden, die plötzlich, akut, mit großer Heftigkeit oder durch einen heftigen Schrecken einsetzen.
GEMÜT:
• Angst: Der Patient ist ruhelos, hat Furcht und Todesangst.
• Rational unerklärliche Furcht mit Herzklopfen, Atemnot und ein betäubtes Gefühl im ganzen Körper, besonders in den Extremitäten sind charakteristisch. Oft geht diesen Symptomen ein schreckliches Erlebnis, etwa ein Autounfall in einem Tunnel, Steckenbleiben im Aufzug, einfach ein großer Schreck voraus. Oft entstehen die Symptome auch ohne bekannte Ursache. Hier ist es notwendig etwas weiter zurück in die Vergangenheit zu gehen. Der Gesichtsausdruck des Patienten bei den Beschwerden ist ängstlich.
• Prophezeihung, Tod: Der ängstliche, kribbelige Mensch hat eine Art Todesahnung, meist beim ersten oder zweiten Erleben einer erschreckenden Situation kommt Hyperventilation dazu. Nach der Erkenntnis, dass er nicht gestorben ist, gewöhnt sich der Patient mehr an die Situation und die Panik überwältigt ihn nicht mehr so heftig.
• Typisch ist auch die Todesfurcht in der Schwangerschaft, insbesondere bei der Geburt.
• Furcht: Der Mensch fürchtet sich vor Menschenmengen und engen Plätzen, er hat Angst auszugehen, dorthin, wo es Aufregung oder viele Menschen gibt oder die Straße zu überqueren, insbesondere nach einem Schreckerlebnis.
KÖRPER:
• Körperlich äußern sich die Beschwerden oft durch ein rotes heißes, geschwollenes Gesicht, das beim Aufstehen sehr blass wird, oder eine Gesichtshälfte ist rot, die andere blass.
• Bei Gesichtsneuralgie ist die schmerzende Seite gerötet und kribbelt (Ameisenhaufengefühl)
• Das Fieber steigt plötzlich und heftig an und der Patient hat harten und schnellen Puls.
• Schnupfen, Husten, Halsentzündung, Erkältungserscheinungen als Folgen von kaltem Wetter, trockener Kälte oder trockenem, kaltem Wind.
• Ausgelöst durch einen Schock kann es auch zu Harnverhaltung, selbst bei Neugeborenen kommen.
ALLGEMEIN:
• Allgemein kann gesagt werden, dass sich die Symptome um Mitternacht, durch Wärme, kalten Wind, in engen Räumen und unter Menschenmassen verschlechtern.
• Eine Verbesserung tritt an der frischen Luft und durch Aufdecken des Kranken auf.
• Die Symptome treten plötzlich und heftig auf und die Schmerzen sind innerlich, brennend und akut, begleitet von Ruhelosigkeit und Furcht.
• Die Beschwerden treten nach trockenem kaltem Wind, Einwirken von Zugluft, unterdrücktem Schweiß, nach Gemütsbewegungen, Verletzungen, chirurgischen Eingriffen, schlechten Nachrichten und intensiver Hitze auf.
• Die Körperteile sind gefühllos, wie vergrößert, brennend und kribbelig.
• Der Patient hat großen Durst nach kalten Getränken.
• Entzündungen treten überall am Körper auf, begleitet von Ruhelosigkeit und Furcht.
|