Aceticum acidum
(Eisessig (96 %ige Essigsäure), Acet-ac.
auch als Acidum aceticum bekannt
GEMÜT:
Aceticum acidum hat als wichtigste Themen Auszehrung und Entkräftung. Das Arzneimittelbild ist charakteristisch für eine Säure. Der/die PatientIn ist oft gereizt, erschöpft von der Arbeit. Gleichzeitig kann er/sie nicht abschalten und sorgt sich die ganze Zeit um Beruf und Finanzen. Er/sie opfert sich regelrecht auf neigt zu Ohnmachtsanfällen und Blutarmut.
KÖRPER:
Der/die Aceticum-PatientIn erscheint oft abgemagert, ausgelaugt. Das Gesicht wirkt wächsern oder zeigt hellrot gefärbte Wangen, hitzig mit reichlich Schweiß, als hätte er/sie gerade eine große Anstrengung hinter sich.
Auch Magersucht kann auftreten. Aceticum acidum hat zwar einen guten Appetit, aber Sorgen und Arbeit zehren den/die PatientIn aus, und so magert er/sie trotz ausreichender Nahrungsaufnahme ab.
Auffällig bei diesem homöopathischen Mittel ist das Zuviel an Körperflüssigkeiten. Überall ist ein Zuviel erkennbar, so leidet der/die Aceticum-PatientIn an vermehrtem Speichelfluss, starken und reichlichen Menstruationsblutungen, saures Aufstoßen und Sodbrennen bedingt durch ein Zuviel an Magensäure. Gastritis ist ein häufiges Leiden. Der/die PatientIn schwitzt sehr stark. Der Stuhl kann reichlich und wässrig sein ebenso der Urin. Nicht selten kommt es zu Diabetes.
Auch Ödeme und Wasseransammlungen in den Körperhöhlen weisen unter anderem auf Aceticum acidum hin. Häufig finden sich Ödeme an den Füßen und Beinen.
Wichtiges Unterscheidungskriterium zu Apis mellifica, welches auch Ödeme als wichtiges Merkmal hat, ist der Durst. Denn im Gegensatz zu Apis möchte der/die Aceticum-PatientIn viel trinken, denn er möchte die großen Flüssigkeitsverluste, die ihn schwächen und ausbrennen, ausgleichen.
Wir finden hier auch Erkrankungen, bei denen das Blut aus allen Körperöffnungen heraustritt, z. B. häufiges Nasenbluten oder starke Menstruation. Die Säure zehrt den Körper aus und hinterlässt Ihre Spuren. Schmerzen sind charakteristischer Weise brennend, und im Mund hat der/die PatientIn einen sauren Geschmack. Vor allem am Morgen treten die Symptome verstärkt auf.
Besonders sind auch Nachtschweiße zu erwähnen, vor allem während des Fiebers. Charakteristisch ist hierbei, dass es sich oft um kalte Schweiße handelt. Der/die PatientIn schwitzt derart stark, dass am nächsten Morgen das gesamte Bettlaken und das Nachthemd durchgeschwitzt sind.
Hinzu kommt, dass der/die PatientIn bei Fieber absolut keinen Durst verspürt (vgl. Belladonna).
Die Säure wirkt auf Schleimhäute äußerst reizend, und daher reagiert der/die PatientIn auch sehr empfindlich, z. B. auf kalte Luft. Atmet er/sie diese ein, so muss er sofort husten, da die Luftröhre und die Bronchien gereizt sind. Gleichzeitig ist eine starke Schleimbildung zu bemerken, also wiederum eine verstärkte Absonderung von Körperflüssigkeiten.
Hat der/die PatientIn Rückenschmerzen, so verschafft ihm lediglich das Niederliegen auf den Bauch Linderung.
ALLGEMEIN:
Der/die PatientIn verspürt einen starken Durst, so als brenne es ihm in der Kehle, doch kalte Getränke bringen ihm keine Linderung. Im Gegenteil sie verschlimmern das Ganze noch.
In der Krankheit kann der/die Aceticum-PatientIn auch nicht essen. Der gereizte Magen brennt und er erbricht alles.
Aceticum acidum kann die Wirkung einer Inhalationsnarkose (Inhalationsanästhesie) aufhebe
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